Nistkästenbau

Für Vögel


Bei Vogel-Nistkästen schließen bereits die Größe des Brutraumes und der Durchmesser des Einflugloches manche Arten aus. Während die Standardweite des Flugloches für Kleinvögel bei 30 bis 34 mm oder ovalen 30 mal 45 mm liegt (z.B. Kleiber, Kohlmeise, Trauerschnäpper, Sperlinge), gelangen bei einer Fluglochweite von 26 bis 27 mm fast nur Blau-, Sumpf-, Weiden-, Tannen- und Haubenmeisen in die Nisthilfe. Der Star benötigt dagegen einen etwas größeren Brutraum und ein Flugloch von 45 mm Durchmesser

Auch die Lichtverhältnisse im Inneren des Nistkastens können bestimmte Arten davon abhalten, dort ihr Nest zu bauen. Das gilt etwa für die Helligkeit liebenden Nischenbrutvögel. Zwar nehmen diese Vogelarten (z.B. Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper) auch sogenannte Halbhöhlen häufig an, doch fallen die Vogelbruten in diesen nach vorne zur Hälfte offenen Nistgeräten fast immer Nesträubern zum Opfer.

Die landläufig bekanntesten und verbreitetsten Nistkästen sind solche für die Höhlen- und Nischenbrüter unter den Vögeln.

Gewissermaßen die Urform dieser Nistkästen sind sogenannte Nisthöhlen. Diese Form der Nisthilfe geht auf den thüringischen Ornithologen Hans Freiherr von Berlepsch (1857–1933) zurück. Berlepsch entwickelte einst nach dem Vorbild der natürlichen Spechthöhlen, die im naturnahen Wald mit die wichtigsten Heimstätten für Höhlenbrüter ausmachen, einen Nisthöhlentyp aus Stammstücken der Schwarzerle in mehreren, auf verschiedene Vogelarten abgestimmten Größen. Durch diese als erste maschinell in Serie gefertigten Berlepschen Nisthöhlen erhielt der Vogelschutz-Gedanke großen Auftrieb.

Sichere Nischenbrüter-Nistkästen mit zwei ovalen Einfluglöchern von etwa 32 mal 50 mm gewährleisten bei einer in der Regel etwas geringeren Annahme einen ungleich größeren Bruterfolg.

Konventionelle eckige Höhlen- und Nischenbrüter-Nistkästen werden traditionell aus Holzbrettern (s. Abb.), runde Nisthöhlen aus Stammstücken angefertigt.

Bei Holz-Nistgeräten offenbaren sich mittelfristig stets dieselben Nachteile. Das ist zum einen die Witterungsanfälligkeit des Holzes, die unter anderem zu Pilzbefall und damit zu schnellerem Vermorschen führt; zum anderen können Buntspecht und Eichhörnchen die Nistgeräte aufmeißeln bzw. aufnagen und an die Vogelbruten gelangen.

In den letzten Jahrzehnten haben sich solche Nistgeräte als am geeignetsten erwiesen, die aus einem langlebigen, widerstandsfähigen Gemisch aus Zement und grobem Sägemehl, sogenanntem Holzbeton, industriell hergestellt werden. Von diesen erstmals in den späten 1950er Jahren fabrizierten Nistgeräten wurden mit der Zeit diverse Ausführungen entwickelt, bei denen die jeweiligen Bedürfnisse bestimmter Vogelarten und der Schutz vor Nesträubern berücksichtigt wurde. Nistgeräte aus Holzbeton werden in Deutschland von mehreren Fachbetrieben für Vogelschutzprodukte produziert und vertrieben

 

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